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Unter der Überschrift „Bürgerenergie für die IMG 8243Axel Schlesiger Ortsbürgermeister Düderode und OldenrodeGemeinde Kalefeld“ fand am 12.2. eine sehr gut besuchte Veranstaltung im Gasthof „Zur Guten Quelle“ statt. Eingeladen hatte die Arbeitsgruppe für Bürgerenergie in Kalefeld zusammen mit der Bürgerenergiegenossenschaft Sösetal eG. Die Arbeitsgruppe für Bürgerenergie hatte sich nach einem ersten Treffen zum Thema Energie in Bürgerhand im Oktober 2025 mit den möglichen Zielen für eine Bürgerenergiegemeinschaft auseinandergesetzt und dazu Gespräche mit verschiedenen Bürgerenergiegenossenschaften (BEGs) in Südniedersachsen geführt. Anschließend musste eine Entscheidung getroffen werden, ob die Initiative im Alten Amt selbst eine Genossenschaft gründen soll, oder der Anschluss an eine bereits gegründete Genossenschaft bevorzugt wird. Vor- und Nachteile der Gründung einer eigenen Bürgerenergiegenossenschaft wurden abgewogen. Zunächst wurden Vorteile in der Gründung einer eigenen Bürgerenergiegesellschaft gesehen. So könnte man selbstbestimmt eigene Projekte verwirklichen und Abstimmungen wären nur in der eigenen Gruppe notwendig. Im Verlauf der Diskussion wurde aber deutlich: Wenn man sich einer bestehenden Energiegenossenschaft anschließen würde, könnten kosten- und arbeitsintensive Schritte für Gründung und Registrierung umgangen werden und auch Kosten für die laufende Verwaltung würden nur einmal anfallen. Außerdem ist es schneller möglich, eigene Erneuerbare Energie-Projekte in der Gemeinde zu starten, wenn die Schritte für den Aufbau einer Genossenschaft schon erledigt sind. Weil man gemeinsam mehr Mitglieder gewinnen kann, lassen sich größere Projekte realisieren. So fiel die Entscheidung der Arbeitsgruppe zugunsten eines Anschlusses aus. Da die Übereinstimmung in den Zielvorstellungen mit der BEG Sösetal am größten war, fiel die Wahl auf sie und die Empfehlung der Arbeitsgruppe Bürgerenergie Kalefeld an die Interessierten ist nun, der Bürgerenergiegenossenschaft Sösetal eG beizutreten.

Ortsbürgermeister für Düderode und Oldenrode Axel Schlesiger begrüßte als Mitglied der Arbeitsgruppe Bürgerenergie die rund 100 erschienenen Gäste im Gasthaus „Zur Guten Quelle“. Das hohe Interesse an der 2. Informationsveranstaltung zeigt sehr deutlich,

wie wichtig das Thema Bürgerenergie für die Gemeinde Kalefeld, aber auch darüber hinaus ist, betonte Schlesiger. Im Anschluss an die Eröffnung übergab er an Dr. Lars Aschermann, um die Ergebnisse der Arbeitsgruppe zu präsentieren. Er thematisierte Energysharing als Perspektive für die gemeinschaftliche Nutzung erneuerbarer Energie und unter dem Stichwort Energieveredelung schlug er mögliche Projekte für den Einsatz der regenerativen Energie in der Gemeinde Kalefeld vor, wie E-Carsharing für die Orte oder Ladesäulen entlang der nahegelegenen Autobahn.

Karl Armbrecht Vorstandsmitglied der BEG Sösetal stellte die Ziele und die Arbeit der Energiegenossenschaft vor, die im Mai 2024 gegründet und im August 2025 registriert wurde. Mit dem Beitrag zur Dekarbonisierung der Energieversorgung und zu mehr Unabhängigkeit von fossilen Energiequellen, möchte die BEG auch zur Wertschöpfung in der Region beitragen. In den kommenden Jahren ist vorgesehen, für die Mitglieder eine Dividende auszuschütten, sowie weitere Vorteile, wie einen günstigen Strombezug, zu erarbeiten. Derzeit liegen im Fokus der Arbeit der BEG Sösetal ein Mieterstrom-Pilotprojekt in Bad Lauterberg, diverse Projekte für Privathäuser sowie angestrebte Beteiligungen an Windenergieprojekten in der Region.

Anschließend veranschaulichte Antje Duderstadt aus der Kalefelder Arbeitssgruppe erste vielversprechende Ideen zu Bürgerenergie-Projekten für die Gemeinde, die nun gemeinsam mit der BEG Sösetal weiterverfolgt werden können.

Im Anschluss an die Präsentation gab es noch viele Fragen unter anderem zu den unmittelbaren Auswirkungen auf die regionale Wertschöpfung. Die Aktiven konnten darauf verweisen, dass es für die Bürgerenergiegenossenschaft von zentraler Bedeutung sei, mit lokalen Dachdeckern, Solateuren und Dienstleistern zusammen zu arbeiten. Die Bürger in der Region erhalten über die Mitgliedschaft ein Angebot für Teilhabe, zum Beispiel über die Dividende. Hiesige Kommunen können bei Investitionen in Solaranlagen auf ihren Gebäuden und günstigem Strombezug aus erneuerbaren Energien unterstützt werden. Zudem kommen Kommunen durch das niedersächsische Akzeptanzgesetz bei Realisierung von Wind- oder großen Solarenergieprojekten auch mit Hilfe wertvoller Unterstützung der Bürgerenergiegenossen regelmäßig und unmittelbar Einnahmen zugute, die sie dann in Schulen, Kitas oder Sportanlagen investieren können.

Eine Mitgliedschaft in der Bürgerenergiegenossenschaft Sösetal eG kann erworben werden über eine Mindestbeteiligung von 500 Euro, was 5 Anteilen entspricht. Weitere Anteile zu 100 Euro können erworben werden bis zu einem Höchstbetrag von 25.000 Euro.

Bürgerenergiegenossenschaft Sösetal eG

Erneuerbare Energie für unsere Region
Klimafreundlich. Bürgernah. Regional!